Erweiterungsfach Lehramt Griechisch-Römische Archäologie Beifach

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Archäologische Wissenschaften

Der Begriff Archäologie stammt von dem griechischen Wort archaiologia, das "Kunde von den alten Dingen" bedeutet.
Heute bezeichnet man mit Archäologie die Wissenschaften, die sich mit der materiellen und visuell erfassbaren Kultur der Menschen vergangener Zeiten befassen. Die grundsätzliche Aufgabe der archäologischen Wissenschaft ist, diese Zeugnisse im gesamten Rahmen der betreffenden Kulturen zu interpretieren. Das Ziel ist also stets das Verständnis historischer Menschen und Gesellschaften.
Die verschiedenen historischen Kulturkreise und Kulturräume werden von verschiedenen archäologischen Disziplinen erforscht. In Heidelberg sind neben der Klassischen Archäologie die Ur- und Frühgeschichte, die Vorderasiatische Archäologie sowie die Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte, ferner die Ägyptische Archäologie (im Rahmen der Ägyptologie) und die Mittelalterliche Archäologie (im Rahmen der Kunstgeschichte) und die ostasiatische Archäologie ( im Rahmen der Kusntgeschichte Ostasiens) vertreten. Die verschiedenen archäologischen Fächer arbeiten mit grundsätzlich ähnlichen Methoden der Ausgrabung, des Surveys und der kulturgeschichtlichen Interpretation, jedoch im Rahmen unterschiedlicher historischer Kulturen und Wissensgebiete.

Klassische Archäologie

Die Klassische Archäologie ist die Wissenschaft von den materiellen Zeugnissen der griechischen, etruskischen und römischen Kultur. Sie schließt die Vorstufen und Nachwirkungen sowie die Verbindungen zu den benachbarten Kulturen ein; dabei arbeitet das Fach mit den entsprechenden benachbarten Fächern zusammen.
Der geographische Rahmen des Faches entspricht der Verbreitung der griechischen und römischen Kultur in den verschiedenen Epochen. Er umfasst in erster Linie Griechenland, Kleinasien und Italien, darüber hinaus den gesamten Raum des Mittelmeeres, zeitweise auch weitere Teile Vorderasiens und Europas.
Der zeitliche Rahmen umfasst in Griechenland die minoische und mykenische Kultur der Bronzezeit (3.-2. Jahrtausend v. Chr.), die Welt der griechischen und italischen Stadtstaaten, die hellenistischen Monarchien und Staatenbünde sowie das Römische Weltreich bis zur Spätantike (4.-5. Jahrhundert n. Chr.). In neuerer Zeit haben die Rezeption der antiken Kulturen und die Geschichte der archäologischen Forschung bis in die Gegenwart zunehmende Bedeutung für die kritische Selbstbestimmung des Faches gewonnen.
Die weiteren Bereiche der griechischen und römischen Kultur werden von benachbarten Fächern erforscht: Sprache und Literatur von der Klassischen Philologie, Zeugnisse auf Papyrus von der Papyrologie, Politik- und Sozialgeschichte von der Alten Geschichte und Epigraphik. Kenntnisse der griechischen und lateinischen Sprache und Literatur sowie der griechischen und römischen Geschichte sind unverzichtbar für das Fach Klassische Archäologie.

Themen des Faches

Die Klassische Archäologie umfasst die materiellen und künstlerischen Zeugnisse der griechischen, etruskischen und römischen Kultur in ihrer ganzen Breite:

  • Siedlungen und Umwelt,
  • Gebäude und Gräber mit ihren Ausstattungen,
  • Gegenstände des sozialen Lebens und des religiösen Kultes,
  • Werke der Bildenden Kunst.

Seit dem 18. Jahrhundert stand die Geschichte der antiken Kunst im Zentrum der Klassischen Archäologie. In neuerer Zeit ist das Fach stärker auf Kontexte der sozialen Lebenswelt sowie auf Phänomene und Fragen der Kulturgeschichte ausgerichtet.

Archäologie in Heidelberg

In Heidelberg sind die Kerngebiete der Griechischen und Römischen Archäologie als Schwerpunkte eingerichtet. Weitere Schwerpunkte, die sonst in Deutschland seltener vertreten werden, sind Kretisch-mykenische Archäologie, Etruskische Archäologie und Provinzialrömische Archäologie. Das spezielle "Heidelberger Profil" in der Lehre hat eine Verbindung von breiten fachlichen Grundlagen mit hoher theoretischer Kompetenz zum Ziel. Mit einem institutseigenen Antikenmuseum und der Abgußsammlung, einer Institutsbibliothek von internationalem Rang sowie dem DFG-geförderten Sondersammelschwerpunkt ‚Klassische Archäologie’ an der Universitätsbibliothek bietet der Standort Heidelberg für die Klassische Archäologie beste Voraussetzungen für Studium und Forschung.

Formalia

Zulassung

Es besteht keine Zulassungsbeschränkung; eine Immatrikulation ist ohne vorherige Bewerbung möglich und erfolgt online. Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

 

Prüfungsordnung

Seit dem Wintersemester 2010/2011 gilt die neue Studienordnung GymPo I 2009. Diese betrifft nur Studierende, die sich ab diesem Semester neu einschreiben oder das Fach wechseln. Für Studierende, die sich bis zum Sommersemester 2010 in Heidelberg eingeschrieben haben, gilt weiterhin die ältere Fassung.

Zudem besteht weiterhin die auch Möglichkeit, sich für das Beifach gemäß der älteren WPO 2001 neu einzuschreiben. Allerdings muss die Abschlussprüfung dann spätestens 2016 abgelegt werden. Siehe auch die Bemerkungen in der Fächerliste. Die Prüfungsordnung gemäß WPO 2001 finden Sie hier.

Prüfungsordnungen (Prüfungsordnung gültig ab WS 2010/2011)

Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
Prüfungsordnung für das Beifach

Modulübersicht

Modulhandbuch für das Beifach
Modulplan für das Beifach

Gebühren

Seit SoSe 2012 werden keine Studiengebühren mehr erhoben. Weiterhin sind ein Beitrag für das Studentenwerk in Höhe von 44,00 €, ein Beitrag für das Semesterticket von 22,50€  und ein Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 40,00 € zu bezahlen. Der Gesamtbetrag pro Semester beträgt somit 106,50 €.

Kontakt

Sekretariat

Institut für Klassische Archäologie
Zentrum für Altertumswissenschaften (Lageplan)
Marstallhof 4
D-69117 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-54-2512
Fax: +49 (0)6221-54-3385
E-Mail: klassische.archaeologie@zaw.uni-heidelberg.de

 

Fachstudienberatung

Arne Reinhardt, M.A.
Sprechzeiten
Tel.: +49 (0)6221-542530
E-Mail: arne.reinhardt@zaw.uni-heidelberg.de

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 19.04.2017
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